3. 9. 2010 · Krankheitsgefahr in Südamerika

  Im Herbst beginnt in Venezuela langsam die Trockenzeit und damit die beste Zeit zum Reisen. Doch wer eine Reise in das südamerikanische Land plant, muss derzeit besonders auf die Malariaprophylaxe achten. Darauf weist das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf hin und rät zu einer Beratung bei einem reisemedizinisch qualifizierten Apotheker oder Arzt.
Ausbreitung durch vertriebene Minenarbeiter
Seit Anfang des Jahres sind nach offiziellen Meldungen in Venezuela 32.642 Personen an Malaria erkrankt. Das sind fast doppelt so viele wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Die meisten Fälle treten im Bundesstaat Bolivar im Süden Venezuelas auf. Dort befinden sich einige Touristenattraktionen, etwa der Salto Angel, der höchste Wasserfall der Welt. „Wir empfehlen für Reisen in diese Region neben einem sorgfältigen Mückenschutz zurzeit auch die vorsorgliche Einnahme von Tabletten, um eine Infektion zu vermeiden“, sagt Tomas Jelinek vom CRM.
Der enorme Anstieg der Malariafälle in Bolivar wird darauf zurückgeführt, dass dort illegale Goldminengräbersiedlungen aufgelöst wurden. Viele der vertriebenen Minenarbeiter sind mit dem Malariaerreger infiziert. Dort, wo sie nun leben, breitet sich der Erreger aus. Mücken nehmen ihn mit ihrem Stich bei Infizierten auf und übertragen ihn anschließend auf andere Personen.
Vor jeder Reise informieren
Der Erreger der Malaria wird durch bestimmte Stechmücken übertragen. Typische Symptome sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Schweißausbrüche. Es gibt mehrere Krankheitsformen. Die gefährlichste, die Malaria tropica, ist auch in Venezuela verbreitet. Sie kann unbehandelt schnell zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Koma, Nierenversagen und Schock führen. Behandelt heilt sie in der Regel aus.
Malaria kommt in weiten Landesteilen Venezuela ganzjährig vor. Ausgenommen sind die mittleren Küstenabschnitte mit den vorgelagerten Inseln sowie die Höhenlagen und Stadtgebiete. Die Empfehlungen zur Malariaprophylaxe sind abhängig vom Ziel, der Dauer und der Art der Reise. Sie können sich aufgrund aktueller Entwicklungen immer wieder verändern. Deshalb rät das CRM auch erfahrenen Reisenden, sich vor jeder Reise zu informieren und individuell beraten lassen.

 

3. 9. 2010 · Diät gegen Kopfschmerz

  Eine strikte Diät kann gegen eine typische Kopfschmerzerkrankung helfen, an der vor allem übergewichtige jüngere Frauen leiden. Bei der so genannten idiopathischen intrakranielle Hypertension kommt es zu erhöhtem Gehirnwasserdruck infolge des Übergewichts. Die Patientinnen leiden unter Kopfschmerzen, Sehstörungen und Ohrgeräuschen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie laut einer Studie im British Medical Journal berichtet, lindert eine strikte kalorienreduzierte Diät die Symptome.
Bestätigung für Therapieansatz
Da die Krankheit meist bei Übergewicht auftritt, war das Abnehmen schon bisher der wichtigste Therapieabsatz. Dass das der richtige Weg ist, belegt die nun vorliegende Studie. Die Ergebnisse stimmen die Münchener Neurologin Stefanie Förderreuther von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft optimistisch: Die Wirksamkeit der Behandlung sei damit belegt.
„Da Übergewicht und Adipositas in der Bevölkerung zunehmen, muss man auch von einer steigenden Zahl von Patientinnen mit idiopathischer intrakranieller Hypertension ausgehen“, sagt Förderreuther. Nach diesen Ergebnissen sei es gerechtfertigt, dass Betroffene eine begleitende ernährungs-medizinische Beratung und Behandlung erhalten.
Strenge Diät – gute Ergebnisse
An der allerdings sehr kleinen Studie nahmen 25 Patientinnen mit einem 02d01|Body-Mass-Index (BMI) über 25 teil, der als Beginn von Übergewicht gilt. Sie alle litten unter intrakraniellem Hochdruck. Die Patientinnen mussten sich über drei Monate lang an eine stark kalorienreduzierte Diät von nur 425 Kalorien pro Tag halten. Normal sind etwa 2.000 Kalorien täglich. Zwei Frauen brachen die Studie ab, weil sie die Diät nicht schafften.
Bei den anderen erzielte das rigide Ernährungsprogramm eine erhebliche Gewichtsreduktion von durchschnittlich 15,7 Kilo – das entspricht 15,5 Prozent des Körpergewichts. Das wiederum ließ den Gehirnwasserdruck der Frauen deutlich sinken. In der Folge hatten die Patientinnen seltener Kopfschmerzen und wenn doch welche auftraten, waren diese nicht so intensiv wie gewohnt. Auch die Sehstörungen gingen zurück. Diese gesundheitlichen Verbesserungen hielten dann auch drei Monate nach der Diät noch an.

 

2. 9. 2010 · Jugendsexualität wird sicherer

  Seit 1980 untersucht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) regelmäßig Einstellungen und Verhaltensweisen 14- bis 17-jähriger Jugendlicher zu Aufklärung, Sexualität und Verhütung. Das aktuelle, gute Ergebnis: Die Jungs und Mädels sind im Vergleich zur letzten Erhebung 2005 weniger sexuell aktiv und verhüten gewissenhafter und sind besser aufgeklärt.

Seltener früh sexuell aktiv

Insgesamt 3.542 Jugendliche hat die BZgA befragt, darunter 1.014 Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund. In den letzten fünf Jahren sank der Anteil der 14-jährigen Mädchen mit sexueller Erfahrung von zwölf auf sieben Prozent, bei den gleichaltrigen Jungen sogar von zehn auf vier Prozent. Bei den 17-jährigen Mädchen reduzierte sich der Anteil von 73 auf 66 Prozent, bei den Jungs in diesem Alter blieb er mit 65 Prozent nahezu konstant. Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel der 17-Jährigen noch keinen Geschlechtsverkehr gehabt haben. „Annahmen, wonach immer mehr junge Menschen immer früher sexuell aktiv werden, bestätigen sich damit nicht“, kommentiert Prof. Elisabeth Pott von der BZgA die Ergebnisse.

Bessere Verhütung

Diejenigen Jugendliche, die zwischen 14 und 17 Jahren schon sexuell aktiv sind, verhüten heute auch schon beim ersten Mal besser als je zuvor: Nur je acht Prozent der Mädchen und Jungen geben an, keine Verhütungsmittel benutzt zu haben. 1980 lag dieser Anteil mit 20 Prozent bei den Mädchen und 29 Prozent bei den Jungen um ein Vielfaches höher. Die neuen Zahlen der BZgA zeigen zudem, dass Jungen beim ersten Mal mittlerweile ebenso auf die Verhütung achten wie Mädchen.

Das 08h09|Kondom ist dabei mit deutlichem Abstand das Verhütungsmittel Nummer eins beim ersten Geschlechtsverkehr, das ein Großteil der Mädchen und Jungen verwendet. Mit zunehmender sexueller Aktivität ändert sich das Verhütungsverhalten jedoch. Die Mädchen nehmen dann häufiger die 08h18|Pille.

Bessere Aufklärung

Ein Grund für die wachsende Vernunft könnte sein, dass 69 Prozent der deutschen Mädchen und 58 Prozent der deutschen Jungen heute mit ihren Eltern über das Thema Verhütung sprechen können. Das war vor 30 Jahren noch anders: Nur etwas mehr als ein Drittel der Mädchen und nur jeder vierte Junge hatte damals ein Verhütungsgespräch mit seinen Eltern. Eine ähnliche Situation herrscht heute allerdings für viele Jugendliche mit Migrationshintergrund. Lediglich die Hälfte der Mädchen und nur 41 Prozent der Jungen erhalten eine Verhütungsberatung im Elternhaus.

Auch deshalb ist die Schule wichtig bei der Wissensvermittlung rund um die Themen Liebe, Sexualität und Verhütung. „Mit dem einmaligen verschämten Aufklärungsgespräch von früher ist es endgültig vorbei. Die verantwortungsbewusste Sexualaufklärung durch Elternhaus und Schule haben entscheidend dazu beigetragen, dass Deutschland eine der niedrigsten Teenagerschwangerschaftsraten in Europa hat“, zieht Pott eine positive Bilanz.

 

2. 9. 2010 · Wasser gegen Fettpolster

  Fast alle Diät-Tipps kommen mit der Empfehlung daher, viel Wasser zu trinken. Das leuchtet ein, denn die meisten anderen Getränke enthalten Zucker. Dass Wasser den Erfolg beim Abnehmen auch aktiv unterstützt, belegt jetzt eine Studie der US-amerikanischen Hochschule Virginia Tech in Blacksburg.
2,5 Kilo mehr abgespeckt
Auf dem 240. Treffen der American Chemical Society (ACS) stellte die Studienleiterin Brenda Davy die Resultate der ersten randomisierten Studie vor, die untersuchte, ob Wassertrinken eine Diät effektiv unterstützt oder nicht. Mit nur zwei Gläsern Wasser vor jedem Essen verloren die Personen in der Testgruppe tatsächlich mehr Gewicht, als diejenigen in der Kontrollgruppe. Alle Studienteilnehmer hielten sich ansonsten an die gleiche Diät.
„Wir hatten schon in früheren Studien einen Zusammenhang zwischen Wasserkonsum und Gewichtsverlust bemerkt. Messungen ergaben, dass Leute, die zwei Gläser Wasser direkt vor dem Essen zu sich nahmen eine Verminderung der Kalorienaufnahme von 75 bis 90 kCal pro Mahlzeit zeigten“, sagt Davy bei der Präsentation. In ihrer aktuellen Studie hat sie 48 Studienteilnehmern im Alter zwischen 55 und 75 Jahren eine zwölfwöchige Diät verordnet. Die Hälfte davon trank vor jedem Essen Wasser, die andere Hälfte nicht. Die Wassertrinker haben im Schnitt 2,5 Kilo mehr abgespeckt.
Wasser als Magenfüller
Davy vermutet, dass der zusätzliche Gewichtsverlust in der Versuchsgruppe dadurch zu erklären ist, dass Wasser einen magenfüllenden Effekt hat, weshalb die Wassertrinker beim Essen dann schneller satt waren. In der Folge wird weniger gegessen. Die Wissenschaftlerin warnt allerdings vor Missbrauch: Es gibt Menschen, die ununterbrochen kleine Schlucke Wasser trinken, um nichts zu essen. Sie sind häufig essgestört und schaden ihrer Gesundheit. Die Amerikanische Medizinische Gesellschaft rät in diesem Zusammenhang zu ca. 1,5 Liter Wasser pro Tag. Der Bedarf hängt aber vor allem von der Bewegung und auch von den Temperaturen ab und jeder solle in erster Linie auf den eigenen Durst hören.

 

2. 9. 2010 · Training gegen Herzschwäche

  Um etwas für die Herzgesundheit zu tun, ist es offenbar nie zu spät: Ein vierwöchiges Ausdauertraining verbessert auch bei älteren Menschen die Leistungsfähigkeit des Herzens, selbst wenn sie bereits an chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung des Herzzentrums Leipzig.
Effekt in allen Altersgruppen
Die Studie mit 120 Teilnehmern untersuchte, inwiefern sich die verengten Blutgefäße durch das Training wieder erweitern ließen. Die Forscher maßen auch die Anzahl so genannter zirkulierender endothelialer Vorläuferzellen (EPC). Sie sind beispielsweise dafür verantwortlich, dass die Gefäßinnenwände leistungsfähig bleiben und sich nach schädlichen Einflüssen regenerieren können. Gemessen wurden diese Faktoren mittels hochauflösendem Ultraschall und im Labor.
Ergebnis: „Ein vierwöchiges Training verbesserte bei älteren gesunden Studienteilnehmern die Funktion der innersten Wandschicht von Blutgefäßen und zu einer deutlich die EPC-Funktion“, sagt Studienleiter Marcus Sandri. Auch bei den Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verbesserte das Training beide Werte – und zwar in allen Altersgruppen. „Das Potenzial von Ausdauertraining in einer Altersgruppe, in der die Häufigkeit der chronischen Herzschwäche besonders groß ist, möchte ich unterstreichen“, fährt Sandri fort. Die Gefäßinnenwand spielt eine wichtige Rolle beim Sauerstoffaustausch zwischen Gewebe und Blut, beeinflusst die Fließfähigkeit des Blutes und ist ein Risikofaktor für Entzündungsvorgänge. Ist ihre Funktion gestört, drohen gesundheitliche Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Vorher Fitness prüfen
Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, die mit Sport beginnen möchten, sollte allerdings einige Punkte beachten, empfiehlt Dr. Sandri, und vorher noch einen Arzt aufsuchen. Dieser überprüft, ob die aktuelle medikamentöse Behandlung tatsächlich optimal abgestimmt ist. Außerdem macht er einen Belastungstest, um die momentane Belastbarkeit zu überprüfen sowie den maximalen Puls unter körperlicher Anstrengung zu bestimmen, was für das spätere Training wichtig ist. So gehen die Patienten sicher, sich nicht zu überlasten und ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

 

1. 9. 2010 · Schulsport hilft armen Kindern

  Sozial besser gestellte Kinder und Jugendliche sind seltener übergewichtig und fitter als ihre sozial schwächeren Alterskollegen. Schüler aus armen Familien profitieren deshalb gesundheitlich mehr von zusätzlichem Schulsport, etwa von einem Anheben der Schulsport-Stunden von zwei auf fünf pro Woche. Das sind zwei zentrale Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Leipzig, die am derzeit stattfindenden Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm vorgestellt wurde.
Ausgangslage: schlechtere Schule – schlechtere Gesundheit
An der Leipziger Studie haben 163 Schüler teilgenommen, die ein Jahr lang beobachtet wurden. Die Mediziner wollten wissen, ob sich zusätzlicher Schulsport an Gymnasien und Mittelschulen positiv auf die körperliche Leistungsfähigkeit und das Herzrisiko der Schüler auswirkt.
Ein Teil der untersuchten Schüler ging auf ein Gymnasium, dessen Absolventen typischerweise auf eine Universität wechselten, der andere Teil besuchte eine Schule, deren Absolventen in der Regel nach der Sekundarstufe das Bildungssystem verlassen. Beim Studienbeginn hatten die Schüler mit niedrigerem Sozial- und Bildungsstatus durchschnittlich einen höheren Body-Mass-Index (BMI), weniger fettfreies Gewebe, ein weniger gutes Koordinationsvermögen und eine schlechtere Fitness als Ihre besser gestellten Altersgenossen.
Weniger Fett, mehr Fitness
Die Schüler beider Schulen wurden für die Studie in je zwei Gruppen aufgeteilt: Während die Kontrollgruppen weiterhin zwei Stunden pro Woche Sportunterricht hatten, trieben die anderen stattdessen fünf Stunden lang Schulsport. Fazit nach einem Jahr: Die fleißigeren Sportler waren schlanker als die Kontrollgruppe. Vor allem Schüler aus sozial schwachen Familien konnten ihre Figur, ihr Koordinationsvermögen und ihre Fitness deutlicher steigern als ihre Kollegen aus höheren Einkommensschichten.
„Unsere Studie zeigt, dass Schul-basierte Maßnahmen Kindern einen deutlichen Gesundheits-Nutzen bringen können, insbesondere Schülern mit schwächerem Sozialstatus und Bildungsniveau, die typischer Weise ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme haben“, resümiert Studienleiterin Dr. Katharina Machalica.

 

1. 9. 2010 · Meningokokken: Neue Impfempfehlung

  Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut hat eine neue Impf-Empfehlung gegen Meningokokken herausgegeben: alle Personen ab elf Jahren sollen künftig einen so genannten Meningokokken-Konjugatimpfstoff erhalten anstelle des bisher üblichen Polysaccharid-Impfstoffs.
Wer wann geimpft werden soll
Der neuartige Impfstoff ist seit dem Frühjahr 2010 in Europa zugelassen, weshalb die STIKO ihre Empfehlung anpasst. Für Personen über elf Jahren bietet er Vorteile gegenüber dem alten Impfstoff wie etwa längere Wirksamkeit durch die Ausbildung eines Immungedächtnisses. Nach Angaben eines Herstellers wirkt der Impfstoff erstmals auch bei Säuglingen und Kleinkindern, für sie ist er aber noch nicht zugelassen. Wer unter elf Jahre alt ist, also der Großteil der Impflinge, bekommt weiterhin den bislang üblichen Impfstoff. Das gilt für alle Kinder ab dem zwölften Monat, die zum frühestmöglichen Zeitpunkt gegen Meningokokken-C geimpft werden sollen.
Allgemein gilt die neue Empfehlung für die Impfung von gesundheitlich gefährdeten Personen, etwa mit bestimmten Immundefekten, von Personen mit beruflichem Risiko, beispielsweise Laborpersonal, und als Schutz vor einer Erkrankung für Personen, die mit dem Erreger in Kontakt gekommen sind. Als Reiseimpfung wird eine Impfung gegen Meningokokken außerdem für Teile Afrikas empfohlen. Während der muslimischen Pilgerzeit (Hadsch) ist die Meningokokken-Impfung für die Einreise nach Saudi-Arabien vorgeschrieben.
Gefahr: Hirnhautentzündung
29m50|Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung auslösen können. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Typen von Meningokokken, so genannte Serogruppen, die für den Menschen gefährlich werden können. Sie werden mit den Buchstaben A, B, C, W135 und Y bezeichnet und sind weltweit unterschiedlich verteilt. Meningokokken werden durch Tröpfchen-Infektion etwa beim Husten oder Niesen übertragen. Der neue Meningokokken-Konjugatimpfstoff schützt gegen vier der fünf Serogruppen.

 

31. 8. 2010 · Mehr Zuzahlungen für Medikamente

  Mehrere Millionen Versicherte müssen ab dem 1. September für ihre Arzneimittel neu zuzahlen: Die Zahl der zuzahlungsfreien Medikamente hat sich damit innerhalb eines Jahres von etwa 10.000 auf rund 5.000 halbiert. Grund dafür sind neu festgelegte Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen. Vor einem Monat waren noch rund 8.000 Medikamente zuzahlungsbefreit (apotheken.de berichtete). Die Zuzahlungen gehen an die Krankenkassen, werden aber von den Apotheken eingesammelt und weitergeleitet.
Verdoppelung der Zuzahlungen binnen Jahresfrist
Ab September sind nur noch 5.524 von insgesamt 30.317 rezeptpflichtigen Arzneimitteln, die einem Festbetrag unterliegen, von der Zuzahlung befreit, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mitteilt. Das sind 18,2 Prozent – also nicht ganz jede fünfte Packung. Noch vor einem Jahr waren es dagegen 10.550 von 29.230 Packungen, also über 36 Prozent. Vor einem Monat, zum 1. August, waren aufgrund der geänderten Festbeträge dann nur noch 8.416 von 30.372 Medikamenten zuzahlungsfrei. Arzneimittel sind immer dann zuzahlungsbefreit, wenn ihr Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag, einem Erstattungshöchstbetrag, liegt. Die Pharmahersteller können ihre Preise alle 14 Tage ändern, um sie daran anzupassen.
Der Apotheker erkennt bei der Abgabe eines Medikaments am Computer sofort, ob ein Präparat zuzahlungspflichtig ist. Die Apotheken sind verpflichtet, die Zuzahlungen einzusammeln und an die Krankenkassen weiterzuleiten. In einigen Fällen findet der Apotheker auch ein zuzahlungsfreies Austauschpräparat. Der Mindestbetrag für die Zuzahlung beträgt fünf Euro, der Höchstbetrag zehn. Innerhalb dieses Rahmens zahlen Patienten zehn Prozent des tatsächlichen Preises zu.

 

31. 8. 2010 · Interview: Migräne und Lebensstil

  Stefanie Förderreuther von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft im Gespräch: Anlässlich des Deutschen Kopfschmerztages am 5. September macht sie aufmerksam auf den Zusammenhang von Lebensführung, gerade bei Jugendlichen, und Kopfschmerzen.
Frau Förderreuther, etwa fünf Prozent der Deutschen leiden unter täglichen Kopfschmerzen, 70 Prozent haben chronisch wiederkehrende oder anfallsartige Kopfschmerzen. Gibt es bestimmte Lebensgewohnheiten, die den Kopfschmerz fördern?
Förderreuther: Ja, dazu ist gerade eine Veröffentlichung in der renommierten Zeitschrift „Neurology“ erschienen. Über 5.800 norwegische Jugendliche wurden zu ihrem Lebensstil und dem Auftreten von Kopfschmerzen befragt. Es zeigte sich, dass wiederkehrende Kopfschmerzen häufiger mit Übergewicht, geringen sportlichen Aktivitäten und Rauchen einher gingen.
Eine etwas kleinere Erhebung aus Deutschland, an 1.260 Gymnasiasten der 10. und 11. Klasse hatte vergleichbare Ergebnisse: Das häufige Konsumieren von alkoholischen Getränken und Kaffee, Rauchen und wenige körperliche Aktivitäten standen mit dem Auftreten von Migräne und Spannungskopfschmerzen in Zusammenhang.
Durch eine gesunde Lebensweise kann man also offenbar durchaus Einfluss auf diese Kopfschmerzen nehmen. Die genetische Vorbelastung spielt zwar sicher mit eine Rolle, aber sie ist eben nicht der einzige Faktor. Da wir die genetischen Faktoren nicht beeinflussen können, ist es besonders wichtig, sich auf solche Dinge zu konzentrieren. Je früher wir Kopfschmerzen gezielt behandeln, umso geringer sind die Risiken für eine spätere Chronifizierung.
Aber kann man den Kopfschmerzen auch komplett vorbeugen?
Förderreuther: In einem gewissen Maß kann man natürlich vorbeugen. Die meisten Betroffenen bemerken selbst, dass es Auslöser gibt, die sie beeinflussen können. Dazu gehören in erster Linie beruflicher und privater Stress. Die beruflichen Anforderungen werden immer höher. Viele meiner Patienten erzählen, dass in ihrer Abteilung Personal gespart wurde, dass sie jetzt noch mehr Aufgaben zu erledigen haben und nicht mehr wissen, wie sie ihr Pensum erfüllen sollen.
Zu den Auslösern gehören aber auch Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf wie das Weglassen einer Mahlzeit, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, aber auch zu viel oder zu wenig Schlaf. Bei Menschen, die in der Woche immer früh aufstehen und am Wochenende regelmäßig Kopfschmerzen bekommen, kann es schon helfen, am Wochenende den Wecker zur gewohnten Zeit läuten zu lassen und kurz wach zu werden. Danach können sie weiterschlafen und ersparen sich so vielleicht den einen oder anderen Kopfschmerztag. Bewegungsmangel, zuviel Alkohol, alles das sind Faktoren, die man angehen kann. Oft hilft es, einmal einen Kopfschmerzkalender zu führen, um Auslöser zu erkennen. Was viele Patienten nicht wissen ist, dass die häufige und übermäßige Einnahme von Schmerzmitteln im Endeffekt Kopfschmerzen chronifiziert.
Ist die regelmäßige medikamentöse Behandlung von Kopfschmerzen trotzdem sinnvoll?
Förderreuther: Bei jeder Kopfschmerztherapie ist, zwischen der Akutbehandlung der Kopfschmerzen und der vorbeugenden Therapie zu unterscheiden. Die Akuttherapie mit Medikamenten lindert den akuten Schmerz. Es ist aber ein Problem, dass alle Substanzen, die man zur Behandlung von Kopfschmerzen einsetzen kann, bei Kopfschmerzpatienten wiederum zu Medikamenten-induzierten Kopfschmerzen führen können. Das passiert, wenn Schmerzmittel immer häufiger und in immer höheren Dosierungen, schließlich sogar schon vorbeugend genommen werden. Besonders problematisch sind aus dieser Sicht spezielle Migränemedikamente, die sogenannten Triptane. Werden sie über Monate an mehr als zehn Tagen im Monat genommen, führt das zu einer Zunahme der Migräneattacken. Einzige Rettung aus diesem Teufelskreis ist dann ein regelrechter Medikamentenentzug. Viel besser ist es, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.
In der vorbeugenden Kopfschmerztherapie gibt es stattdessen nicht medikamentöse Maßnahmen, die vielen Patienten allerdings zu aufwendig sind. Das sind Entspannungstechniken, regelmäßiger Ausdauersport wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Verhaltenstherapie wie das Erlernen von Stressbewältigungsstrategien.

 

31. 8. 2010 · Reis: Arsen und Mineralölhäubchen

  Zum Geschnetzelten oder zur Asiapfanne, eine der beliebtesten Beilagen auf deutschen Tellern ist Reis. Er gilt als gesund, doch mit dem Reis isst man auch krebserregendes Arsen mit. Das zeigt ein Test des Frankfurter Verbrauchermagazins Öko-Test.
Arsen aus dem Boden
Reis gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, naturbelassen, für Risotto, Langkorn, und vieles mehr. Wenn er mit heißem Wasser vorbehandelt ist, um Vitamine und Mineralstoffe zu schützen, heißt er Parboiled Reis. Genau diesen hat Öko-Test sich genauer angeschaut und 20 Marken ins Labor geschickt, um sie auf verschiedene Schadstoffe untersuchen zu lassen. In sämtlichen Marken fand sich anorganisches Arsen – eine besonders giftige Form des Halbmetalls. Arsen gelangt auf natürlichem Weg in den Reis, weil die Reispflanze es aus dem Boden aufnimmt und anreichert. Kommt arsenverseuchtes Grundwasser hinzu, wie in manchen Gegenden Asiens, potenziert sich der Gehalt.
Mineralöl aus der Packung
Doch der teilweise hohe Arsengehalt ist nicht das einzige Problem, das die Tester entdeckt haben: In Produkten, die im Karton abgepackt sind, konnten die Labore auch eine Verunreinigung mit Mineralöl nachweisen. Ursache dafür sind die Druckfarben in der Pappe, die flüchtig sind und auf die Lebensmittel übergehen können. „Aus Tierstudien ist bekannt, dass Mineralöl zu Ablagerungen und Schäden in der Leber, den Herzklappen und den Lymphknoten führen kann. Wie gefährlich das Öl für den Menschen ist, können Wissenschaftler noch nicht abschließend sagen“, heißt es in einer Mitteilung der Öko-Test-Experten.
Verunreinigung vermeiden
Sie empfehlen Menschen, die gerne Reis essen, das Getreide vor der Zubereitung kalt abzuspülen, in viel Wasser zu kochen und dieses abzugießen. Auch wenn dabei Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen, reduziere das den Arsengehalt etwas. Mineralölrückstände ließen sich dagegen nur dann sicher vermeiden, wenn man Reis im Plastikbeutel kauft.

 

30. 8. 2010 · Eltern dosieren Medikamente ungenau

  Medikamente, die die Symptome von Erkältungen lindern, sind in der Regel ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Viele Eltern glauben deshalb fälschlicherweise, sie seien auch ganz unbedenklich und gehen zu sorglos mit der Dosierung um. Das zeigt eine Studie der Universität Sidney, die am heutigen Montag auf einer pharmazeutischen Konferenz in Lissabon vorgestellt wird.
Defizite bei Eltern und Erziehern
Die Forschergruppe unter der Leitung von Rebekah Moles beobachtete 97 Erwachsene aus mehreren Kitas in Sidney fünf Monate lang. Darunter waren 53 Mütter, sieben Väter und 37 Erzieher, die Kinder im Alter von vier und fünf Jahren betreuten. Die Teilnehmer wurden befragt, wie sie in einer Reihe unterschiedlicher Krankheitsszenarien handeln würden.
Eine der Fragestellungen war beispielsweise: Was tun, wenn das kleinste Kind sich heiß anfühlt und quengelig ist, aber immer noch Flüssigkeit zu sich nimmt, isst und spielt? Dazu wurden rezeptfreie Medikamente gemeinsam mit einer Auswahl an Löffeln und anderen Messhilfen zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer sollten entscheiden, wann sie welches Medikament verabreichen und in welcher Dosis.
Falsche Dosis, schlecht gemessen
Dabei zeigten sich starke Defizite: Nur 56 Prozent waren in der Lage, die korrekte Dosierung des ausgewählten Medikaments festzulegen. Die geplante Dosis dann auch korrekt abzumessen und zu verabreichen schafften nur 64 Prozent der Erwachsenen, berichtet Moles. 15 Prozent hätten ein Medikament verabreicht, ohne vorher das Fieber zu messen. 55 Prozent hätten es auch bei weniger als 38 Grad gegeben. Insgesamt waren nur 14 Prozent der Teilnehmer in der Lage, im vorgegebenen Szenario richtig zu handeln.
Dass diese Probleme speziell in Australien vorkommen, glauben die Forscher nicht. Sie vermuten, dass ihre Ergebnisse in anderen Ländern ganz ähnlich ausgesehen hätten. Eltern, die ein rezeptfreies Medikament für ihre Kinder kaufen, informieren sich am besten schon in der Apotheke über die richtige Dosierung und Anwendung.

 

30. 8. 2010 · Fließbandarbeit macht alt

  Wer viele Jahre stumpfe, eintönige Arbeit am Fließband verrichtet, der altert im Kopf schneller als Kollegen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten. Das hat eine Forschergruppe der Technischen Universität Dortmund jetzt gezeigt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erforscht sie die Stärken und Schwächen älterer Arbeitnehmer. Dass Fließbandarbeiter durch eintönige Arbeit in teils unbequemen Positionen häufig körperliche Schäden davontragen, ist bekannt. Jetzt ist klar, dass auch die Gehirnleistung an der Eintönigkeit leidet.
Gehirntests am EEG
Die Forschergruppe um Prof. Michael Falkenstein hat für ihre Untersuchung 91 Arbeitern der Opel-Werke in Bochum „in die Köpfe geschaut“. Sie mussten in einem im Werk eingerichteten Untersuchungsraum Tests am Bildschirm meistern und dabei eine vielfach verkabelte Haube aufsetzten, die es Falkensteins Team erlaubte, ihre Hirnaktivität am 29d04|Elektroenzephalogramm (EEG) zu verfolgen.
Die Versuchsgruppe bestand aus je 23 jüngeren Arbeitern zwischen 18 und 23 Jahren sowie 23 älteren zwischen 48 und 58 Jahren. Eine Kontrollgruppe bestand aus 23 älteren und 22 jüngeren Arbeitern, die nicht am Fließband arbeiten. Alle hatten nach Angaben der Forscher „recht schwierige psychometrische Tests“ zu absolvieren, bei denen sie beispielswiese möglichst schnell mit Maus-Klicks auf Ziffern reagieren mussten: Je nachdem ob sie gerade oder ungerade sind, kleiner oder größer als fünf musste geklickt werden, zum Teil nach einem bestimmten Muster, das die Arbeiter auch im Gedächtnis behalten mussten.
Ernüchternde Ergebnisse
Die Ergebnisse seiner Auswertung nennt Falkenstein ernüchternd. Ältere Teilnehmer, die seit vielen Jahren stumpfe, eintönige Arbeit am Fließband verrichten, sind im Kopf deutlich schneller gealtert als ihre Kollegen mit gleicher Ausbildung, aber anregenden Tätigkeiten. Das EEG zeigt: Geistig ähneln ältere Nicht-Fließband-Arbeiter, deren Arbeitsleben recht abwechslungsreich ist, viel eher den jungen Arbeitern, als ihren gleichaltrigen Kollegen am Fließband. Die Schwachstelle im Gehirn der älteren Fließbandarbeiter sei vor allem das Arbeitsgedächtnis, eine zentrale Gedächtnisfunktion, die wir täglich brauchen und die immer wieder aufgefrischt werden muss. Die Tests weisen darauf hin, dass Fließbandarbeiter ihr Gehirn bei der Arbeit abschalten können. Die Hände funktionierten fast automatisch, der Kopf ist ganz woanders.
Um die Lebensqualität der Arbeiter zu verbessern, schlägt Falkenstein mentales Training vor, das ihre grauen Zellen wieder aktivieren soll. Er und sein Team haben daher im Bochumer Opel-Werk einen Schulungsraum mit 25 Computern und geeignetem Trainingsprogramm bestückt. Zwei Mal wöchentlich können die Mitarbeiter hier für eineinhalb Stunden an ihren kognitiven Fähigkeiten arbeiten.

 

30. 8. 2010 · Pflege für Problemhaut

  Während die Haut von Kindern und Jugendlichen kaum spezieller Pflege bedarf, steigen die Bedürfnisse mit zunehmendem Alter. Gerade Menschen mit trockener oder Problemhaut sollten ihren Hautpflege besondere Aufmerksamkeit schenken. Die richtigen Tipps kann der Apotheker geben.
Tipps für die richtige Pflege
„Die natürliche Hautalterung beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr“, erklärt Rainer Töbing von der Apothekerkammer Hamburg. „Dann ist es wichtig, den natürlichen Schutz- und Barrieremantel der Haut durch die richtige Pflege zu erhalten.“ Ansonsten könne das größte Organ des Menschen anfällig für Infektionen oder Erkrankungen werden.
Umweltfaktoren wie UV-Strahlen, aber auch Nikotin oder die Einnahme von Medikamenten können den Alterungseffekt noch verstärken: Die Haut lagert dadurch weniger Wasser ein, die Aktivität der Talg- und Schweißdrüsen nimmt ab. In der Folge verliert die Haut an Feuchtigkeit und Elastizität, sie kann trocken, schuppig oder rauh werden. Das Waschen mit Seifen oder Syndets trocknet zusätzlich aus.
Testsieger-Lotion nur in der Apotheke
„Wenn es die Haut nach dem Duschen, Baden, einem Schwimmbad- oder Saunabesuch nicht schafft, sich selbst zu regenerieren, hilft Eincremen“, sagt Dr. Jörn Graue vom Hamburger Apothekerverein. „Körperlotionen speziell für trockene Haut enthalten Fett und Feuchtigkeit und erhalten so den natürlichen Schutzmantel der Haut.“
Neben Pflegeprodukten für trockene Haut bieten Apotheken auch spezielle Kosmetik für Problemhaut an: „Personen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte sollten Hautprodukte sorgsam auswählen“, rät Graue. „Um Feuchtigkeit in der Haut zu binden, kommen neutrale Waschemulsionen und rückfettende Substanzen in Frage.“ Apotheken bieten spezielle Pflegeserien an, die nicht in Drogerien oder Supermärkten erhältlich sind. Als Testsieger ist bei Stiftung Warentest mit dem Urteil „sehr gut“ jüngst eine Lotion hervorgegangen, die es ausschließlich in Apotheken gibt. Insgesamt wurden 17 Lotionen unter die Lupe genommen, 13 davon wurden mit „gut“ getestet, lediglich zwei mit „ausreichend“.

 

30. 8. 2010 · Pflege für Problemhaut

  Während die Haut von Kindern und Jugendlichen kaum spezieller Pflege bedarf, steigen die Bedürfnisse mit zunehmendem Alter. Gerade Menschen mit trockener oder Problemhaut sollten ihren Hautpflege besondere Aufmerksamkeit schenken. Die richtigen Tipps kann der Apotheker geben.
Tipps für die richtige Pflege
„Die natürliche Hautalterung beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr“, erklärt Rainer Töbing von der Apothekerkammer Hamburg. „Dann ist es wichtig, den natürlichen Schutz- und Barrieremantel der Haut durch die richtige Pflege zu erhalten.“ Ansonsten könne das größte Organ des Menschen anfällig für Infektionen oder Erkrankungen werden.
Umweltfaktoren wie UV-Strahlen, aber auch Nikotin oder die Einnahme von Medikamenten können den Alterungseffekt noch verstärken: Die Haut lagert dadurch weniger Wasser ein, die Aktivität der Talg- und Schweißdrüsen nimmt ab. In der Folge verliert die Haut an Feuchtigkeit und Elastizität, sie kann trocken, schuppig oder rauh werden. Das Waschen mit Seifen oder Syndets trocknet zusätzlich aus.
Testsieger-Lotion nur in der Apotheke
„Wenn es die Haut nach dem Duschen, Baden, einem Schwimmbad- oder Saunabesuch nicht schafft, sich selbst zu regenerieren, hilft Eincremen“, sagt Dr. Jörn Graue vom Hamburger Apothekerverein. „Körperlotionen speziell für trockene Haut enthalten Fett und Feuchtigkeit und erhalten so den natürlichen Schutzmantel der Haut.“
Neben Pflegeprodukten für trockene Haut bieten Apotheken auch spezielle Kosmetik für Problemhaut an: „Personen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte sollten Hautprodukte sorgsam auswählen“, rät Graue. „Um Feuchtigkeit in der Haut zu binden, kommen neutrale Waschemulsionen und rückfettende Substanzen in Frage.“ Apotheken bieten spezielle Pflegeserien an, die nicht in Drogerien oder Supermärkten erhältlich sind. Als Testsieger ist bei Stiftung Warentest mit dem Urteil „sehr gut“ jüngst eine Lotion hervorgegangen, die es ausschließlich in Apotheken gibt. Insgesamt wurden 17 Lotionen unter die Lupe genommen, 13 davon wurden mit „gut“ getestet, lediglich zwei mit „ausreichend“.

 

30. 8. 2010 · Pflege für Problemhaut

  Während die Haut von Kindern und Jugendlichen kaum spezieller Pflege bedarf, steigen die Bedürfnisse mit zunehmendem Alter. Gerade Menschen mit trockener oder Problemhaut sollten ihren Hautpflege besondere Aufmerksamkeit schenken. Die richtigen Tipps kann der Apotheker geben.
Tipps für die richtige Pflege
„Die natürliche Hautalterung beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr“, erklärt Rainer Töbing von der Apothekerkammer Hamburg. „Dann ist es wichtig, den natürlichen Schutz- und Barrieremantel der Haut durch die richtige Pflege zu erhalten.“ Ansonsten könne das größte Organ des Menschen anfällig für Infektionen oder Erkrankungen werden.
Umweltfaktoren wie UV-Strahlen, aber auch Nikotin oder die Einnahme von Medikamenten können den Alterungseffekt noch verstärken: Die Haut lagert dadurch weniger Wasser ein, die Aktivität der Talg- und Schweißdrüsen nimmt ab. In der Folge verliert die Haut an Feuchtigkeit und Elastizität, sie kann trocken, schuppig oder rauh werden. Das Waschen mit Seifen oder Syndets trocknet zusätzlich aus.
Testsieger-Lotion nur in der Apotheke
„Wenn es die Haut nach dem Duschen, Baden, einem Schwimmbad- oder Saunabesuch nicht schafft, sich selbst zu regenerieren, hilft Eincremen“, sagt Dr. Jörn Graue vom Hamburger Apothekerverein. „Körperlotionen speziell für trockene Haut enthalten Fett und Feuchtigkeit und erhalten so den natürlichen Schutzmantel der Haut.“
Neben Pflegeprodukten für trockene Haut bieten Apotheken auch spezielle Kosmetik für Problemhaut an: „Personen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte sollten Hautprodukte sorgsam auswählen“, rät Graue. „Um Feuchtigkeit in der Haut zu binden, kommen neutrale Waschemulsionen und rückfettende Substanzen in Frage.“ Apotheken bieten spezielle Pflegeserien an, die nicht in Drogerien oder Supermärkten erhältlich sind. Als Testsieger ist bei Stiftung Warentest mit dem Urteil „sehr gut“ jüngst eine Lotion hervorgegangen, die es ausschließlich in Apotheken gibt. Insgesamt wurden 17 Lotionen unter die Lupe genommen, 13 davon wurden mit „gut“ getestet, lediglich zwei mit „ausreichend“.

 

Öffnungszeiten
durchgehend geöffnet

Montag bis Freitag
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